Unser Beitrag zur Westfälische Bilderbibel: Unser Psalm 23:

Auf Einladung der Lüdenscheider Erlöserkirche veranstalteten wir, Cornelia Ziemke und Kristin Hartmannsberger, einen Workshop als Beitrag zur Westfälischen Bilderbibel.

Im Themenjahr „"gotteswort – Reformation. Bild. Bibel."“ konnten Schulklassen, Hauskreise und andere Gruppen einen Bibeltext auswählen.

In unserem Fall Psalm 23. Dieser wurde durch Gespräch und kreative Gestaltung erarbeitet und der Prozess dokumentiert. Die eingegangenen Kunstwerke werden auf Stoffbahnen zu einer ausrollbaren Bibel gedruckt. Diese wird bei der Uraufführung des Pop-Oratoriums „Luther“ in der Dortmunder Westfalenhalle am 31.10.2015 erstmals präsentiert.

 

In unserem Fall trafen sich 13 Teilnehmer zwischen 16-75 Jahren, mit ganz verschiedenen Anfahrtswegen. Die an Kunst interessierte und begabte Schülerin war ebenso dabei wie die Besucherin des Frauenkreises der Gemeinde, die mutig etwas Neues ausprobieren wollte. Eine tolle Mischung! So starteten wir unser kreatives Abenteuer zu Psalm 23, tauschten darüber aus, wie uns dieser Psalm in unserem Leben schon begleitet und berührt hat. An drei Nachmittagen miteinander zu bewegen und zu kreieren war einfach ermutigend und bereichernd. 

Die entstandenen Werke können übrigens bei einer Austellung im Herbst 2015  in der Erlöserkirche in Lüdenscheid bestaunt werden! Die Vernissage findet am 18. Oktober um 11.45 Uhr statt.

 

Hier noch ein kleiner Einblick durch Bilder und unseren Clip:


Psalm 23:                                                                                                                                   (gesprochener Text aus dem Videoclip, von inge Voss)


1.     Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.

Wenn der Herr mein Hirte ist, habe ich alles, was ich brauche. Dann wird mir nichts mangeln:

Ich habe Schutz, d.h. ein Dach über dem Kopf (wie der Hirte für das Schaf einen Baum oder einen Stall hat). Ich habe Essen, Kleidung und gute Beziehungen. Ich habe Weisheit für meine Familie, meinen Beruf und meinen Alltag.

2.     Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.

ER lässt mich in grünen Tälern und auf wunderbaren Wiesen ausruhen, ER führt mich zum frischen Wasser. In oder nach anstrengenden Lebensphasen kommen Pausen und Erfrischung. Da darf ich ausruhen und nehmen und nehmen.

3.     ER erquickt meine Seele. ER führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen..

Mein Hirte erfrischt meine Seele. ER ist da, bei mir. ER ermutigt mich. Mit seiner Gegenwart, seiner Liebe, mit seinen Worten und mit bestimmten Taten, - mit Zeichen seiner Liebe. Wenn ER mein Hirte ist und ich nah bei ihm bin, darf ich von ihm Erfrischung und Hilfe erwarten. Dann zeigt er mir den richtigen Weg. Er öffnet mir Türen oder Er verschließt welche: Weil er gut ist und mir Gutes tun möchte.

4.     Auch wenn ich durch das dunkle Tal des Todes (- Schattens) gehe, fürchte ich mich nicht. Ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir. Dein Stecken und dein Stab, die schützen und trösten mich.

Wenn es dunkel und finster wird durch schlimme Umstände, kein Licht zu erkennen ist, es nur Fragezeichen gibt, und massive Angriffe auf meinen inneren und / oder äußeren Menschen kommen, ich ein Tal des Schreckens durchwandern muss, - ist mein Inneres auf meinen Hirten gerichtet. Und ich habe keine Angst. Er geht mit mir dadurch. Mit seinem unverwüstlichen Hirtenstab kann er alle Raubtiere und Drachen besiegen, die mich angreifen wollen. Auch wenn der Nebel dort so dicht ist, dass ich meinen Hirten nicht sehen kann, höre ich doch, wie bei jedem Schritt sein Stab die Erde berührt. So weiß ich, er ist da – das tröstet mich und gibt mir Vertrauen und Mut.

Ob Politiker in einer Krisensituation verzweifeln, ob Asylbewerber, Arbeitslose  oder andere verzweifelte Menschen ein Schreckenstal erleben, dass scheinbar nichts mehr geht – so gibt es  trotzdem Hoffnung. Hoffnung und Hilfe für die, die sich an das Wort Gottes, den Stab, klammern und daran glauben, dass Gott da ist und in ihrer Situation für sie kämpft. Es ist „nur“ ein Tal! Mit Glaube, Zuversicht und Gottes Hilfe kommt man durch. Er geht mit, er führt trotz Bedrohungen sicher dadurch.

5.     Du deckst mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt. Du schenkest mir voll ein, mein Becher fließt über.

Ich darf an deinem Tisch sitzen und mit dir essen und trinken und fröhlich sein. In deiner Gegenwart zu sein, tut gut – egal, wie die Umstände um mich herum sind. Du tust mir Gutes, gibst mir Segen. Sogar Menschen, die irgendwelche negativen Gefühle und Haltungen zu mir hegen,  erkennen das und nehmen es wahr, dass du mich segnest.

Mein Becher fließt über. Damals in der Zeit Davids im Orient war es üblich, dass man einem wohlgesonnenen Gast den Becher mit Wein füllte. Aber nicht nur bis zum Rand, sondern man ließ ihn überlaufen, damit er so voll wie nur möglich wurde. Wenn ich heute zu dir komme, schenkst du mir voller Freude auch voll ein. Ich spüre, dass dein Friede und deine Freude zu mir fließen.

6.     Nur Güte, Gnade und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang. Und ich werde im Haus des Herrn bleiben immerdar.

Ich werde von Gottes Wohlwollen, seiner Güte und Barmherzigkeit ganz praktisch „verfolgt“. Nehme ich das ganz persönlich für mich, erlebe ich das. Alle Tage meines Lebens schwimme ich im Meer seiner Liebe und Gnade und Wohlwollen.

 

Was für ein Gott!